"Es ist so schön in Wächtersbach"
Unter den Klängen dieses in unserer Stadt so bekannten Liedes verabschiedete der Heimat- und Geschichtsverein Wächtersbach am 7.11. etwa 200 begeisterte Gäste seines Vortragsabends zur Musikgeschichte der Stadt. In der Aula der Friedrich August Genth-Schule führte Bernd Schäfer zu Beginn der Veranstaltung einen Film aus dem Jahre 1952 vor, der viele Szenen zum Leben und Arbeiten in Wächtersbach zeigte und damit auch so manche noch heute bekannte Personen sozusagen wieder „zum Leben erweckte“. Spontane und lebhafte Kommentare aus dem Publikum begleiteten die Vorführung. Zu sehen war u.a. ein Konzert des Orchesters von Dr. Georg Jahn auf der Terrasse des Gartensaals am Schloss.
Vom „Bettenparadies“ zum Keramik-Museum

ürgermeister Rainer Krätschmer, Museumsleiter Kurt Schuh und Vereinsvorsitzender Gerhard Jahn begrüßten zur Eröffnungsfeier zahlreiche Gäste und würdigten in kurzen Ansprachen die großzügige Spende der beiden Keramik-Freunde. In einer Zeit, in der kommerzielles Denken und Handeln oft allzu sehr im Vordergrund stehen, sei dies besonders hervorzuheben und zu würdigen. Allzu oft werden solche wertvollen Privatsammlungen nach dem Tode ihrer Besitzer zerstückelt und verkauft und gehen so als wertvolles heimatliches Kulturgut der Allgemeinheit verloren. Vielleicht kann das lobenswerte Vermächtnis Ritzel/Werner für Andere als Ansporn dienen, ebenso zu verfahren.
Die dem Museum übergebene Sammlung ist so umfangreich, dass sie 45 große Umzugskartons füllte und selbst der neue Raum mit seinen großen Vitrinen nicht ausreicht, alles vollständig aufzunehmen. So wird künftig von Zeit zu Zeit umgestaltet, damit auch das bewundert werden kann, was einstweilen noch im Magazin eingelagert werden muss. Wem dies alles zu verdanken ist, wird im neuen Museumsraum auch mit einem Foto dokumentiert, das die beiden Spender zeigt. Museumsleiter Kurt Schuh und Vereinsvorsitzender Gerhard Jahn dankten anschließend der Stadt Wächtersbach und dem Museumsverband für die Finanzierung der neuen Vitrinen und der handwerklichen Ausgestaltung des Raumes, der eine weitere Attraktion unserer Altstadt darstellt und sicher auch künftig reges Interesse finden wird. Eine Dankeschön galt aber auch den vielen ehrenamtlichen Helfern, die beim Verpacken, dem Umzug, dem Katalogisieren, Fotografieren und Aufstellen der Keramik-Schätze beteiligt waren.
„Römer, Mönche, edle Ritter“ - Herbstfahrt 2007
Der traditionelle Tagesausflug führte dieses Mal in die Wetterau. Als sachkundigen Begleiter konnte der Historiker Dr. Dieter Wolf gewonnen werden. Bereits am ersten Ziel der Fahrt, dem Kloster Arnsberg bei Lich, zeigte sich deutlich, dass der Leiter des Museums der Stadt Butzbach zu Recht weithin den Ruf als einer der besten Kenner der Wetterauer Vergangenheit geniesst. Bei einem Rundgang durch die mystisch-verwunschene Anlage mit der eindrucksvollen Kirchenruine, dem Kapitelsaal, dem im Kloster-Innenhof angelegten Friedhof für die Kriegstoten der Region und den weitläufigen Außenbereich vermittelte er den Wächtersbacher Geschichtsfreunden viel Wissenswertes über das Klosterleben im 12. Jahrhundert und wies dabei auf so manches bauliche Detail hin, an dem man sonst wohl achtlos vorübergegangen wäre.
Denkmaltag 2007
Eine Orgel zeigt ihr Innenleben - Interessante Führungen in der evangelischen Kirche von Wächtersbach
„Orte der Einkehr und des Gebets“ so lautete das diesjährige Motto des am 9.9. europaweit begangenen Tages des offenen Denkmals. Zu diesem Anlass war die evangelische Kirche in Wächtersbach von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Der Heimat- und Geschichtsverein bot während dieser Zeit in Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde Führungen durch das Gotteshaus an und stellte gleichzeitig mit einer Ausstellung historischer und auch neuerer Fotos sowie entsprechender Erläuterungen sämtliche Kirchen Wächtersbachs und seiner Stadtteile vor.
Die umfangreiche Präsentation umfasste auch die zum Foto-Wettbewerb des Vereins „Die Wächtersbacher Kirchen“ von 17 Teilnehmern eingereichten 41 Aufnahmen.
„Besuch beim Nachbarn“ - Wächtersbacher erkunden die Wirtheimer Vergangenheit
„Was ist in Wirtheim schon zu sehen...? So wird Mancher gedacht haben und verzichtete daher auf die vom Heimat- und Geschichtsverein Wächtersbach angebotene Führung durch die Nachbargemeinde. Trotzdem folgten 20 Interessenten der Einladung um all das zu sehen und zu hören, was mit der wechselvollen Geschichte Wirtheims verbunden ist.
Der Vogelsberg - "Ein Vulkan im Wuhestand"
Unter diesem Motto hatte der Heimat- und Geschichtsverein Wächtersbach am 19.5. zu einer erdgeschichtlich-heimatkundlichen Exkursion in den Büdinger Wald eingeladen. Bei hervorragendem Wetter führte Gerhard Jahn 30 Wanderer von Waldensberg aus zunächst zum Nebelsberg, einer 375 m hohen Erhebung am Ortsrand. Mit dem Blick hinauf zum Hoherodskopf und zur Herchenhainer Höhe kam die Entstehung dieses aus Vulkangestein bestehenden Mittelgebirges zur Sprache, die vor etwa 23 Millionen Jahren begann und vor ca. sieben Millionen Jahren ihr Ende fand.
„Urbilder menschlicher Kraft...“ - Erinnerungen an den Maler Robert Sterl
Der Gartensaal am Schloss mit seinen erst kürzlich hervorragend restaurierten Wandgemälden bot am 18.4. den optimalen Rahmen für einen Dia-Vortrag von Gerhard Jahn, der mit vielen eindrucksvollen Bildern sein Publikum einen der bedeutendsten Maler des deutschen Impressionismus vorstellte und dessen Lebensweg nachzeichnete. Der 1867 in Groß-Döberitz bei Dresden geborene Robert Sterl wurde bei uns besonders durch sein Wirken im Töpferdorf Wittgenborn in den Jahren von 1893 bis 1904 bekannt. Eine reizvolle Landschaft, fleißige Handwerker und Landleute boten ihm hier die gesuchten Motive. So entstanden im Laufe der Jahre eindrucksvolle Zeichnungen und Gemälde, die besonders die schwere Arbeit der Bauern, Hirten und Töpfer zum Gegenstand hatten und in der deutschen Malerei als einzigartig beurteilt werden. Einige dieser Zeichnungen, die mit fast fotografischer Genauigkeit Einblicke in Werkstätten, Tongruben und Brennöfen bieten, sind im Wittgenborner Töpfermuseum ausgestellt.
„Hopfen und Malz – Gott erhalt´s“
Lichtbildervortrag von Dr. Jürgen Ackermann zur Geschichte der Wächtersbacher Brauerei
Immer wenn der Heimat- und Geschichtsverein Wächtersbach einen Vortrag zu speziellen Themen der Stadtgeschichte anbietet, kann er mit einem außergewöhnlich guten Besuch rechnen. So kamen am 28.2. wiederum etwa 180 interessiere Gäste in die Aula der Friedrich-August-Genth-Schule. Sie folgten mit großem Interesse den Ausführungen des Referenten zur Geschichte der Fürstlichen Brauerei Schloss Wächtersbach, die von zahlreichen historischen Fotos begleitet wurden.
Dia-Vortrag "Die Eiszeit" am 31.1.2007
Fotowettbewerb 2007: "Die Wächtersbacher Kirchen"
Der Denkmaltag der Deutschen Stiftung Denkmalschutz am 9. September 2007 steht unter dem Motto: „Orte der Einkehr und des Gebets – historische Sakralbauten“
Zu diesem Anlass veranstaltet der Heimat- und Geschichtsverein Wächtersbach e.V. einen Foto-Wettbewerb mit dem Thema: „Die Wächtersbacher Kirchen“
